Vortragsreihe “Liechtenstein: Stärke durch Vielfalt” – Dritter Abend: VERSCHENKTE TALENTE?
Integration in der sozialen Hierarchie: Lokale Perspektiven auf beruflichen Aufstieg und soziale Mobilität.
Der wesentlichste Teil des Integrationsprozesses ist die Verankerung in der breiten Mittelschicht der Gesellschaft. Das Referat wird zeigen, ob und mit welchem Tempo sich das ereignet, und was die wesentlichen Triebkräfte und Hindernisse sind. Dabei geht es vorwiegend um Bildung und ihre berufliche Verwertung. Beides liegt nur begrenzt im Ermessen der Einwander/innen bzw. ihrer Kinder und Enkel. Es kommt sehr stark auf die Durchlässigkeit der Gesellschaft an. Sie drückt sich zum Teil in der administrativen und politischen Gestaltung des Zugangs zu Bildung, zu Beschäftigung und zu bildungsadäquaten Berufen aus. Zu einem anderen Teil wird sie in dem Ausmaß sichtbar, in dem die lokale Bevölkerung und die Funktionsträger zusammenwirken, um die Potentiale der gesamten örtlichen Bevölkerung optimal zu entfalten. Die lokale Perspektive hat in den letzten 10 Jahren an Bedeutung gewonnen und soll ausführlich behandelt werden.
Mag. August Gächter, Projektleiter im Bereich Arbeit und Chancengleichheit beim Zentrum für Soziale Innovation in Wien, www.zsi.at
Biografie, sowie abgeschlossene und laufende Projekte, Dokumente, Papers und Berichte im Internet: https://www.zsi.at/users/153
Niederschwellige Qualifizierungsprojekte für Jugendliche in der Offenen Jugendarbeit
Einen neuen und innovativen Weg zur Qualifikation und Integration Jugendlicher geht die Offene Jugendarbeit Dornbirn mit den beiden Projekten Alb@tros und Job Ahoi. Diese Qualifizierungsprojekte bauen auf Freiwilligkeit, Niederschwelligkeit, nicht hierarchisch und “Kultur der zweiten und dritten Chance”, d. h. Akzeptanz von Abbrüchen und Wiederzulassung zum Projekt “ auf. Selbstmotivation und Eigeninitiative der Jugendlichen werden gefördert. Job Ahoi und Alb@tros sind räumlich und organisatorisch an das bestehende Jugendzentrum angebunden. Assoziationen zum schulischen Milieu werden bewusst vermieden, da die Angehörigen der Zielgruppe in der Regel schon früher mit den schulischen Leistungsanforderungen und Autoritätspersonen nicht oder nur schwer zu Rande gekommen sind.
Dr. Martin Hagen, Studium der Psychologie und Pädagogik; Aufbau und Ausbau der OJAD (Offenen Jugendarbeit Dornbirn), Geschäftsführer der OJAD, Obmann boja (Bundesweites Netzwerk Offene Jugendarbeit), Obmann koje (Koordinationsbüro für Offene Jugendarbeit und Entwicklung)
Veranstalter:
Ausländer- und Passamt, 9490 Vaduz, Tel. + 423 236 61 69, E-Mail: info@integration.li, Internet: http://www.integration.li/
Termin(e):
Montag, 02.05.2011 18:00 Uhr